Der «Oioioi» viel mir vor vielen, vielen Jahren auf einer Tramhaltstelle in Binningen ein. Als mich die Ideen nicht loslassen wollten, beschloss ich sie aufzuschreiben und .dreistimmig zu setzen. Mein lieber Freund, Cornelius Buser, half mir dabei, zumindest die gröbsten Satzfehler auszumerzen und trug massgeblich dazu bei, dass das Stück auch ohne Sauerstoffflasche zu spielen ist. Nicht nur dafür gebührt ihm unser grosser Dank.
So spielten Rita und ich den Oioioi jahrelang auf der Gasse und zumindest wir hatten viel Freude daran. Das Marschieren zur Musik ist allerdings nicht ganz ohne, denn die 7/8-Teile bedürfen zusätzlicher Zuneigung. Traditionell werden 7/8 oft »ungleich» getanzt, das heisst mit einem Schritt auf den ersten und den zweiten auf den fünften Achtel im Takt, was dann auf der Strasse zu einem hinkenden Vorwärtskommen führt. Wir schreiten die 7/8 gleichmässig, ebenfalls mit zwei Schritten pro Takt, sodass der erste Schritt auf den ersten und der zweite dann zwischen 3. und 4. Achtel fällt (auf den 8. Sechzehntel, wenn man will, oder synkopisch oder einfach sieben gegen zwei).
Wie auch immer. Der Oioio bereitet uns immer noch sehr viel Freude, mehr noch in seiner 2023 renovierten, hier vorliegenden Version, welche wie so oft in Zusammenarbeit mit meinem Kompositionslehrer, Christian Müller, zustande kam.
Notenmaterial